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Die Familie Gnutti

Lumezzane in der Provinz Brescia ist weltweit anerkannt als das Industriegebiet mit dem größten prozentualen Anteil erfolgreicher Bearbeitung von Metall-Legierungen - so würdigt sogar die Titelseite der Wochenzeitung “The Economist“. Ein Beispiel derartigen erfolgreichen Unternehmertums wird durch die Familie Gnutti gegeben, welche über die Firma Almag S.p.A. das Unternehmen Brawo Brassworking S.p.A. vollständig kontrolliert. Die industriellen Anfänge des Familienunternehmens reichen zurück bis 1860, als Giacomo Gnutti, der Ur-Urgroßvater des gegenwärtigen Geschäftsführers Gabriele Gnutti, seine eigene Waffenschmiede genau hier in Lumezzane gründete.

Die geschäftlichen Aktivitäten wurden durch Umberto Gnutti erfolgreich fortgeführt und weiterentwickelt. 1966 übernahm er zusammen mit seinen Söhnen Damiano und Giorgio die Aktiengesellschaft Almag, welche 1946 gegründet worden war und sich auf das Warmpressen von Kupferlegierungen, Messing und Aluminium spezialisiert hatte.

Ausgehend von den bedeutenden Mengen der zu dieser Zeit verfügbaren Metallschrotte wurde die Produktion bei Almag teilweise auf die Umformung von Metallschrott in Messingstangen spezialisiert, wodurch das Unternehmen heute zum zweitgrößten Messingproduzenten in Italien und zum drittgrößten europaweit wurde.

Im Jahre 1976 wurden mit dem Erwerb der Brawo Brassworking S.p.A. sämtliche Warmpressaktivitäten, die vorher von Almag selbst durchgeführt wurden, in dieses Unternehmen ausgelagert, welches dadurch zu einem bedeutenden Lieferanten für Produkte aus Messing, Kupfer und Aluminium in Europa und der Welt wurde.

Im Verlaufe der industriellen Fortentwicklung sind weitere unternehmerische Entscheidungen der Familie Gnutti anzuführen, die es ermöglichten, eine gut strukturierte Unternehmensgruppe mit gleichgerichteter Zielstellung aufzubauen, deren Einzel-Unternehmen vollständig unabhängig voneinander arbeiten.